Der Mai ist gekommen und die Frisöre machen auf!

Auch meine Frau gehört zu denjenigen die händeringend darauf warten, dass die Friseure wieder öffnen. Ihr Termin war aufgrund der Corona-Beschränkungen ausgefallen. Ich selber gehöre ja eher zu der Personengruppe die noch Monate lang warten kann, bevor sie sich Haarbänder für den Pferdeschwanz besorgen muss. Bei dem Versuch, über die Situation ihres bevorzugten Friseursalons Frommelt hier in Nackenheim mehr zu erfahren, führte dies zu einer interessanten Unterhaltung, die ich hier auszugsweise zum Besten geben möchte um aufzuzeigen, mit welchen Schwierigkeiten lokale Unternehmen bis zur Wiedereröffnung und auch danach zu kämpfen haben.

Öffnet Ihr im Mai wieder?

Ja, es geht bei uns ab dem 05.05.2020 wieder los. Ab dann vergeben wir auch wieder Termine. 

Was bedeutet dies für die Kunden?

Wir müssen darauf achten, nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Salon zu bedienen und die Mindestabstände einzuhalten. Daher muss beim Frisieren zwischen den einzelnen Leuten immer ein Platz frei bleiben. 

Direkt nach dem Betreten des Salons müssen sich unsere Kundinnen und Kunden die Hände desinfizieren. Außerdem dürfen wir die Kunden nur mit mitgebrachtem Mund- und Nasenschutz bedienen. Mein Team und ich müssen natürlich auch einen entsprechenden Schutz tragen. Einwegschutz ist im Moment schwer zu bekommen, darum habe ich die Bitte an alle Kundinnen und Kunden, selbst Masken mitzubringen.

Die Masken werden beim Haarschnitt das größte Problem darstellen. Die Kundinnen und Kunden müssen dann jeweils ein Ohr freimachen und den Mund- und Nasen-Schutz mit der Hand am Gesicht fixieren. Wer z. B. gefärbt wird, muss etwas so lange vor das Gesicht halten, bis wir fertig sind. Das alles muss sich natürlich etwas einspielen und wir müssen schauen, wie sich das in der Praxis darstellt.

Zeitschriften und Freigetränke dürfen wir derzeit nicht anbieten.

Und was ändert sich für euch?

Zur Einhaltung der Hygienevorgaben müssen sich viele Abläufe ändern und viele Dinge neu beschafft werden. Glücklicherweise gibt es von der Friseurinnung und Handwerkskammer gute und hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen. 

Hier nur einige der vielen Punkte, die zu bedenken sind:

  • Plätze und Waschbecken müssen stetig desinfiziert werden.
  • Alle Textilien sind mit Spezialwaschmittel zu behandeln.
  • Die Beschaffung von Desinfektionsmitteln aller Art und in ausreichender Menge war eine Herausforderung.
  • Wir sollen ausschließlich mit Handschuhen arbeiten.
  • Einwegumhänge anstelle der normalen Umhänge müssen beschafft werden.
  • Lüften ist übrigens auch sehr wichtig.
  • Auch der Personaleinsatz ist entsprechend der geringeren Kundenzahl im Salon zu planen.

All diese Maßnahmen führen natürlich zu erhöhten Kosten. Im Moment bin ich einfach froh, dass es wieder losgeht. Wir haben unsere Kunden schon sehr vermisst und freuen uns auf das Wiedersehen, auch wenn wir gar nicht so viel vom Gesicht sehen werden 😉

Unser Fazit aus diesem Gespräch

Meine Frau als auch ich haben uns vorgenommen, beim nächsten Trinkgeld all diese Faktoren entsprechend zu würdigen und einem unserer lokalen Geschäfte beim Überleben zu helfen. Wir hoffen unsere Leser sehen dies genauso.

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